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Gottscho1914

(Moderator)

Zusatz:

Der Truppenstempel kann nicht nach der Stempel-Vorschrift der Reichswehr laut Heeres-Verordnungsblatt Nr. 211
"Stempeln und Bezeichnen von Infanteriewaffen und infanteristischem Waffengerät", vom 9.4.1921 gestempelt sein,
weil das Seitengewehr keinen 1920-Stempel, laut "Stempel-Vorschrift für Handwaffen und M.G. der Reichswehr aus Anlaß
der allgemeinen Entwaffnung der Bevölkerung", gem. Reichswehrministerium, Inspektion der Infanterie Nr. 657.7.20J.2.(W.2.) hat.

Gruß Jens

30.03.26, 18:42:07

Bonwies

(User)

Hallo,
ich hatte bisher immer überlesen dass immer geschrieben wurde das die Parierstange aptiert wurde, das stimmt nicht! Die Parierstange ist noch alter Art, also mit den hohen Lappen. Das kommt aus dem Bild nicht klar hervor. Wie bereits geschrieben, wann die Griffschalen und das Schutzblech daran verbaut wurden, ob 1917 oder 1970, ist mir völlig Wurst. Mir geht es einzig und allein um das Fabrikzeichen und ich gehe nicht davon aus das es was mit dem verbauen dieser Teile zutun hat. Auf dem Griffkopf befinden sich zwei Abnahmemarken die aber nicht mehr zu erkennen sind.
Gruß
Stefan

31.03.26, 09:25:27

Bonwies

(User)

Hallo Jens,
ich habe auch ein Seitengewehr 98/05 von WKC FA 07 ohne Sägerücken, die Abnahmemarken auf dem Klingenrücken sind meiner Meinung nach identisch (siehe Bild).
Gruß
Stefan

31.03.26, 09:30:50

AndyB

(Mitglied)

Wenn da eine originale parierstange ist, nur die ohren waren angefeilt, musste sie vorne von inspektor stempel gestempelt sein, als Du weiteres Stueck hast der gleich gestempelt ist sollte man die knauf stempelung zeigen, als die beide Stuecke von gleichen abnahmen sollten gestempelt sein, an erstem Stueck wurde das WKC stempel entfernt und das oval S&K gestempelt oder angebracht, was koennte nur nach 1918 geschehen sein.Die Bilder sind zu schwach um was naeheres zu den Stueck zu sagen, ueberhollung von S98/05aA zu nA und feuerschutzblech musste man sehen weil es sollte nummerngleich sein bei ueberhollung.

31.03.26, 10:20:22

Gottscho1914

(Moderator)

Hallo Stefan,

sollte der Firmenstempel S & K aus dem Jahr 1907 stammen, kann er nicht für die Firma Schulte & Klein stehen.
Es gibt noch eine andere Möglichkeit. Leider ist der Firmenstempel dieser Firma im Jahr 1907 mir nicht bekannt.

Dies ist nur die Suche nach einer Firma zu dieser Zeit, mit den Anfangsbuchstaben S & K. Es bedeutet aber nicht, dass die Firma so gestempelt hat!!!

1905 Stahlwarenfabrikant Friedrich Otto Stöcker Partnerschaft mit Paul Korten.
Stöcker & Korten Solingen

Seit 1905 gab es eine Partnerschaft mit Paul Korten: Tafelmesser und Gabeln, Schlacht-, Schinken-, Taschenmesser und Scheren wurden als Spezialitäten des Unternehmens genannt.
1908 wurde im Solinger Handelsregister die Firma F.O. Stöcker mit dem Alleininhaber "Friedrich Otto Stöcker, Fabrikant zu Solingen", eingetragen.
Archiv-Portal Findbuch 274AE
Stadtarchiv Solingen, Firmenarchive 1882-2010, Referenz-Nr. Fi 48

Gruß Jens







31.03.26, 11:34:54

AndyB

(Mitglied)

Ist fein das Jens die andere Moeglichkeiten sucht, meiner Meinung nach ist es aber ein Fehlschlag, fraglich ist ob Sachsen ueberhaupt von solchen Firma kontrakt realisiert wurde, wenn da bekannte Stuecke mit WKC und FA07 sind. Bei produktion bis 1914 sind solche kleinfirmen nicht real, dies kann man in Ruediger ablesen glaube ich. Also wurde ich bestimmt Stefan um detailbilder von dem oval S&K bitten weil von diesem Bild ist recht wenig sichtbar, und ich persoenlich glaube das oval stempel wurde ueber schon angerostete flaeche geschlagen, am buchstabe S ist sichtbar da war was runter.WEiter sollte man die abnahmnen von parierstange sehen, bei S98/05aA musste man die schrauben, bolzen , press mutter alle abgenommen sein.Die Flaeche von ricasso wurde schon geputzt von rost her, sieht nicht wie es typisch ist bei WKC vorkriegs lieferung.

31.03.26, 16:13:40

Bonwies

(User)

Hallo,

erstmal vielen Dank Jens und AndyB. Ich halte mal fest:

1. Angenommen das Fabrikzeichen ist von 1907 von einer unbekannten Firma, dann geht meine Suche weiter. Stöcker und Korten hatte ich auch schon auf'm Schirm. Vielleicht frage ich mal beim sächsischen Kriegsministerium und dessen Beschaffungsamt nach lachen
2. Angenommen das Fabrikzeichen kam irgendwann nach dem I.WK drauf, nach der "Aptierung" und das ursprüngliche Fabrikzeichen W.K.C. wurde entfernt (In meinen Augen zwar unwahrscheinlich, aber nicht undenkbar), stellt sich nach wie vor die Frage nach dem Fabrikanten.
3.Das Fabrikzeichen wurde in betrügerischer Absicht angebracht um die Sammlerwelt zu verwirren (wenn ich den erwische). traurig

Vielleicht, aber auch nur vielleicht, hat ja noch jemand eine Idee und erinnert sich an einen alten verrosteten 17/19 Maulschlüssel der mit dem Fabrikzeichen S&K im Kreis versehen ist.

Gruß
Stefan

01.04.26, 12:14:37

AndyB

(Mitglied)

Ok, ist als startpunkt gut, ich persoenlich tendiere zu nr.2 oder 3, wobei bei nahen betrachten mit lupe und sonnenlicht sollte es klar sein ob es uberstempelt ist oder ob da runter reste von alten markierungen sind.
Ich nehme an das an der Parierstange keine reste von abnahme sichtbar sind und das griff mit knauf solche gebrauchspuren hat wie auch grobe umaenderungen mit feuerschutzblech das originale abnahme nicht mehr vorhanden sind.

01.04.26, 17:56:56
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